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es will mir nicht gelingen, mich klug oder gebildet zu äußern. bin ja außerdem schon einen tag drüber. wird das ein montagsbeitrag? so wie ein montagsauto? oder ganz allgemein, wie montagsstücke. aber wenn es ein stück werden würde, wäre es ja wieder gebildet, oder lustig. zumindest ließe sich immer was dazu interpretieren. wirklich. das gehört zu einem stück dazu.

irgendwie war es eine sehr volle woche, aber nicht mit nachrichten (also natürlich schon, aber keine, die pirouetten in meinem hirn gedreht hätten) und mit einem wochenende nicht zu hause war quasi die ganze idee gescheitert. aber so gehts ja nicht, nur keine schonhaltung!

also, was von der woche übrigblieb, ist quasi ein einziger satz. oder zwei, wenn man so will: „der november ist scheiße. immer.“

die ganze zugfahrt zurück aus dem ruhrgebiet hat mich diese aussage beschäftigt. es war eine lange fahrt, und eine gute art, mich von der mir gänzlich unbekannten aber diesmal sehr lebhaft vorhandenen bahnfrustration abzulenken.

klar, das wetter war nicht doll, sondern so, wie es sich gehört, verregnet, trübe, ohne wirkliches tageslicht, eine klamme feuchtigkeit, die überall reinzieht und da machte es auch nichts, daß es nicht wirklich kalt war; ganz im gegenteil, das hats sogar noch schlimmer gemacht, weil nicht der richtige winter vor der tür steht, was ja auch verkehrt ist. aber deswegen so eine generalverdammung?!

ich habe nach worten gesucht, den november schönzureden: fallende blätter unter strahlendblauen himmel, beleuchtete fenster, die beim abendspaziergang heimelige wohligkeit verströmen und der duft nach lebkuchen läßt so langsam weihnachstfreuden aufkommen. je nun: punkt eins war ja wohl eher der oktober, der mit dem zusatz ‚golden‘ eh ziemlich gut wegkommt. punkt zwei: die beleuchtung aus den fenstern erzeugt kein vitamin d. und punkt drei: lebkuchen gibts seit ende august und läßt sich ganz wunderbar bei 26 grad und wärmer  auffuttern.

da bleibt also nur: november ist scheiße. immer.

und das ‚immer‘ stimmt auf jeden fall, weil irgendwie ganz oft in november die menschen irgendwas gemacht haben, was auf unmut schließen läßt.

päpste, könige und kaiser werden erschlagen, kriege verloren (keine bange, so was schlaues weiß nicht ich sondern wikipedia). vor allem der neunte november ragt da heraus: die französische revolution geht an dem tag zuende, einer der beteiligten der deutschen märzrevolution von 1848 wird erschossen, die weimarer republik beginnt an dem tag, es ist der tag, an dem der hitler-ludendorff-putsch scheitert, der tag der reichspogromnacht und außerdem wird die mauer geöffnet.

interessanter weise hat nur eine nation den neunten november als nationalfeiertag, nämlich kambodscha…, wobei es tatsächlich interessanter ist, daß es nur eine ist und nicht welche, denn zu meiner schande fällt mir zu kambodscha so gar nix kluges ein…außer vielleicht, daß es weit genug von den obigen europäischen beispielen weg ist, aber dann müßte ich ja auch darauf eingehen, daß mein ganzes schönes textkonstrukt nur für europa funktioniert.

ist vielleicht auch ein bißchen übertrieben bei 365 tagen und ca. 210 möglichen nationen irgendetwas aus einem speziellen tag herauszulesen.

zum abschluß hab ich noch etwas, was vielleicht doch hoffnung schöpfen läßt: der november beginnt mit dem gleichen wochentag wie der märz. immer.

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