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in dieser woche war ich ziemlich einseitiger nachrichtenlieferung „ausgesetzt“: da ich nicht zum zeitunglesen kam, blieb mir nur das radio. zwar waren es zwei verschiedene sender, fritz und wdr 2, aber die nachrichtendauer von drei bis fünf minuten begrenzt die nachrichtenvielfalt doch sehr. umso verblüffender war für mich festzustellen, daß die fifa-blatter-farce so einen großen raum einnahm. es war wichtiger als die flüchtlingssituation, wichtiger als camerons europareise, wichtiger als die hitzetoten in indien, wichtiger als der kita-streik. es war das top-thema schlechthin.

mit großem engagement stimmte man sehr früh den abgesang blatters an – wider alle reale logik. denn wie wahrscheinlich ist es, daß eine person allein verantwortlich ist für korruption? und außerdem die, die die korruption genossen haben, ihrer quelle die unterstützung verweigern werden?

aber selbst wenn – wäre das tatsächlich so wichtig gewesen? aber wahrscheinlich ist das eine grundsätzliche frage, wofür nachrichten überhaupt gut sind. es wird immer schwieriger zu erkennen, wie objektiv eine berichterstattung ist, es ist mit großem aufwand verbunden, alternativnachrichten zu bekommen und glaubwürdigkeiten sind fast unmöglich zu prüfen.

informieren ist wichtig und gewiss auch möglich – aber es ist um einiges einfacher, zu konsumieren, auch nachrichten.

für mich persönlich ist das leben auf jeden fall illusionsloser, angstfreier und befriedigender, wenn ich mir nachrichten aus verschiedenen quellen ziehe.

ich wünsche einen schönen juni-anfang 🙂