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fernsehen bildet, manchmal. ich habe heute gelernt, daß in amerika die grenzwerte für cholesterin abgeschafft wurden in dem jahr, in dem der patentschutz für sortis ausgelaufen ist. sortis gehört zu den sogenannten statinen und hilft, den cholesterinspiegel zu senken. die firma pfizer hatte bis 2012 die rechte auf atorvastin, dem inhaltstoff von sortis. generika gabs mit simvastatin schon früher, aber deren effekt war nicht ganz so doll, deshalb war es ein gutes geschäft – bis zur patentauflösung. dann gabs einen massiven einbruch und anscheind war es dann nicht mehr finanziell drin, sich um die grenzwerte zu kümmern.

ich hab keine ahnung, wie sowas läuft, aber daß es läuft, ist damit wiedermal offensichtlicher geworden. seit jahren hatte man durch studien schon nachgewiesen, daß cholesterin nur ein nebensächliches problem darstellt und zusätzlich statine nur eine mittelmäßig gute lösung mit hohem nebenwirkungspotential sind.

aber sie waren ein sehr gutes geschäft, sind es immer noch und so sollte es nicht sein. gesundheit sollte in keinster weise ein geschäft sein, das ist unmoralisch. es ist eines der widerlischsten kennzeichen des kapitalismus, mit der gesundheit der menschen geld verdienen zu können. es hat zur folge, daß den menschen heil vorgegaugelt wird, aber auch krankheit, wo eigentlich keine ist.

ich bin nicht generell für verstaatlichung, im falle der gesundheit aber schon. und es würde sich zeigen, daß die kosten für die gesellschaft sich dramatisch reduzieren würden.