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ich bin wdr-2-hörig und wieder mal sehr begeistert.

ich hab ja behauptet, schlechte nachrichten sind für den nachrichtensendenden die besseren, wirtschaftlich gesehen und das helfende menschen so selten erwähnt werden; der radiosender hatte dem mit der themenwoche „nrw hiflt“ etwas entgegenzusetzen.

http://www.wdr2.de/aktuell/aktion-nrw-hilft-104.html

die ganze letzte woche wurde berichtet über freiwillige, ehrenamtliche helfer und unterstützungsaktionen für flüchtlinge in verschiedenen städten. in alsdorf zum beispiel versorgt ein augenarzt zusammen mit einer optikerin flüchtlinge und sie geben außerdem deutschunterricht.

in burscheid hat der örtliche fußball-club zum fußballtraining eingeladen, und selbst wenn sich die verantwortlichen vorher nicht darüber im klaren waren, wie die probleme aussehen würden und vor allem die sprachliche barriere problematischer war als vorher angenommen, war das fazit: „ein gute sache“.

in remscheid hat ein junges paar einen verein gegründet, refugio ev., und veranstalten jeden freitag ein treffen in ihrer wohnung für flüchtlinge und freiwillige helfer und es wird zusammen gegessen, musik gemacht, deutsch geübt oder einfach geredet – soweit es die sprache zu läßt.

in siegen haben hundert freiwillige helfer in kürze eine turnhalle zur notunterkunft umfunktioniert und der asta der uni siegen hat 60 dolmetscher mobil gemacht – denn sprache ist das immerwiederkehrendste problem.

um die sprache geht es auch in den ehrenamtlichen sprachcafes – hier werden deutschkurse angeboten und die helfer kümmern sich auch um anderes, was besorgt werden muß, wie zum beispiel möbel.

ich habe großen respekt vor den ganzen ehrenamtlichen helfern. ich kann aber auch gut verstehen, wenn man seine eigene hemmschwelle nicht überwinden kann und es nicht schafft, den schritt auf die flüchtlinge zuzumachen; nicht, weil sie fremd im sinne von nicht-deutsch, sondern fremd im sinne von nicht-mein-nahes-umfeld sind. aber auch für diese hilfsbereiten menschen gibt es möglichkeiten. in köln zum beispiel beteiligen sich bis jetzt neun buchhandlungen an der aktion „abc-kiste“: an der kasse steht ein kleiner schrank mit dringend benötigten wörterbüchern für sprachkurse für flüchtlinge. kunden kaufen ein wörterbuch und schenken es damit den flüchtlingen in einem sprachkurs. eine form der indirekten hilfe also, aber nicht mit geringerer wirkung.

das hier ist nur eine kleine auswahl der aktionen und nrw nicht das einzige bundesland, daß sich so engagiert. und es ist schön, das so ausführlich darüber berichtet wird!

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