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und was bleibt übrig? der sommer mit seiner hitze macht die menschen nicht froh, die kinder quengeln, die großen sind fürchterlich ungeduldig, jeder zweite hat kopfschmerzen, wir hassen das schwitzen, die feuchte hitze weckt alles andere als begehren, alle schreien, nach regen oder daß er da ist, weils doch nicht die ersehnte abkühlung bringt, sondern einfach nur deprimiert. ins freibad ist mist, weil alle da sind und man ständig in pommes tritt oder die wespen nerven, an den see ist ne gute idee dort, wo es einen gibt und wo nicht dank der hitze alles von algen zugewuchert ist. und dann noch: die einzige nacht, neben endlosen sternenklaren die wolkenverhangen ist, ist die der perseiden.

kurz gesagt, die woche war scheiße – und dabei hab ich noch nicht mal die arbeit erwähnt. wie sollte es mich da erreichen was in griechenland los ist und parallel in china, börsentechnisch, und daß die menschen in rußland schlimm finden, was der staat effekthascherisch mit den lebensmitteln aus dem westen macht. ich reg mich über meine kleinen kreise auf, da ist kein platz für das aufregen über die, die sich über ai weiwei aufregen. ich hab das gefühl, mein schädel explodiert, wenn nicht so langsam ein gewitter den dunst wegwischt, da iss dann nix mehr mit betroffenheit für die explosionsopfer in tianjin.

wie schlicht der besserwissende geist arbeitet, wenns drumherum zu stickig zum klarkommen ist. ich bin von der hitze kleingeschrumpft und wundere mich nur vage über die seltsame sommerabneigung allüberall. die finger kleben an der tastatur und die unterarme an der tischplatte fest. ich schaue auf den text und staune, wie wenig von nöten ist, um einspurig egoistisch zu werden.

also bleibt nur übrig, auf eine sternschnuppe zu warten und besserung zu wünschen – hoffentlich nicht bis zu den leoniden…