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menschen, die aus der heimat flüchten, tun dies aus verschiedenen gründen, aber sicherlich immer mit dem gleichen ziel: ihre lebenssituation zu verbessern. für die wenigsten gelingt das durch die flucht auf anhieb, auch wenn die nicht mehr akute lebensbedrohung schon mal eine verbesserung für viele darstellt. wir hören immer wieder in den medien, daß die situation in den unterkünften aus unterschiedlichen problemen heraus zu übergriffen führt. das wird sich so schnell auch nicht ändern, weil platz nicht so schnell geschaffen werden kann wie flüchtlinge ankommen.

umso wichtiger ist es, besondere flüchtlingsgruppen nicht aus den augen zu verlieren. die situation für homo- und transsexuelle flüchtlinge ist in vieler hinsicht heikel. sie flüchten oftmals nicht nur vor der gesellschaft und dem staat oder einem krieg, sondern oft genug auch vor der familie. einen asylantrag in deutschland zu stellen setzt ein outing voraus. dieses wagnis wollen viele nicht eingehen. sie fürchten sich vor gewalt in den flüchtlingsheimen und haben oft auch keine ahnung, wie die akzeptanz in deutschland ist. ein weiterer punkt ist die tatsache, daß der benötigte dolmetscher oft ein anghöriger der botschaft aus dem land des antragstellers ist, und es befürchtet wird, daß so informationen ins heimatland zurückgelangen und freunde und familie in bedrängnis geraten. die scheu ist also groß, zudem der antrag nur bewilligt wird, wenn man beweisen kann, daß man aufgrund der sexualität in seiner heimat in lebensgefahr war – es reicht nicht, diskriminiert zu werden. nun sind die rechte der homo- und transsexuellen antragsteller 2014 gestärkt worden, die grundrechte auf privatleben sind zu achten, ihre würde darf durch die fragen der beamten nicht verletzt werden, es muß kein attest mehr vorgelegt werden. Allerdings ist nun zu beobachten, daß die richter ihr urteil häufig stark von der genderperformance abhängigmachen, daß heißt, alle, die nicht dem klassischen klischee bzw. vorurteil entsprechen, haben es schwerer.

die schwulenberatung in berlin versucht zur zeit, abhilfe zu schaffen und sucht geeignete räumlichkeiten für eine separate unterbringung. das dürfte die einzige möglichkeit sein, den queeren flüchtlingen das gefühl der angstfreiheit zu geben.

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