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laut einer studie der umweltorganisation wwf wurden 2015 ein drittel der lebensmittel in der bundesrepublik weggeworfen; das sind 313 kg genießbare nahrungsmittel pro sekunde. ich hatte da einen großen anteil, weil ich ungut verfalldatumhysterisch bin. einen beitrag hat bestimmt auch das kaufverhalten, denn oft genug wird zu viel gekauft, vielleicht, weil mal wieder ein turboangebot gelockt hat. da können wir alle was tun!

aber viel zu häufig werden nahrungsmittel weggeworfen, die den verbraucher erst gar nicht erreicht haben, weil die möhre zu krumm, die zucchini zu groß, die süßkartoffel angemackt, die gurke fleckig oder das weinetikett schief aufgeklebt ist.

in berlin neukölln bietet jetzt der verein „restlos glücklich“ an einigen abenden im monat in einem restaurant gerichte aus lebensmitteln an, die eigentlich weggeworfen worden wären. geboten werden speisen mit „kulinarischem anspruch“. ein drei-gänge-menü kostet 19€ und der gewinn wird in bildungsarbeit investiert, denn nur der koch und der manager bekommen einen lohn, alle anderen mitarbeiter wirken ehrenamtlich. und wieder einmal konnte dieses projekt mit hilfe von crowdfunding verwirklicht werden.

wenn dieses beispiel schule macht, wird ein ähnliches gesetz wie in frankreich nicht nötig sein und der idealfall wäre natürlich, daß das resteraunt schließen muß, weil nichts genießbares mehr weggeschmissen wird 🙂

und sonst so?: http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-kabarett/index.html