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seit 1.mai 2015 wurden von dem kapitulismustribunal http://capitalismtribunal.org/de anklagepunkte gegen den kapitalismus gesammelt. es handelt sich dabei um ein weltweites anklageverfahren um den verbrecherischen charakter des kapitalismus zu ermitteln und zu verhandeln. jeder konnte anklagen einreichen; sie mußten nicht juristisch präzise formuliert, aber belegt sein. vom 1. bis 12. mai diesen jahres fand die gerichtswoche des tribunals in wien statt. in kürze soll die auswertung dieser phase vorgestellt werden und im herbst geht es weiter. 400 anklagen wurden bearbeitet und damit wurden alle themen den kapitalismus betreffend aufgegriffen, wie z.b. gleichberechtigung, bildungswesen, medien, soziales, arbeitsrecht etc.

es wird interessant sein, die auswertung zu lesen, die einzelnen anklagepunkte sind es schon gewesen. jeder hat eine ahnung, was kapitalismus ist, aber kaum jemand wird für sich eine liste aufstellen, was alles dazu gehört, was alles davon betroffen ist. oder wenn man damit anfängt, wird sehr schnell klar, daß man kein ende finden wird und aus lauter verzweiflung fange ich dann für mich immer an, die vorteile aufzuzählen. denn was soll man auch machen und ist es nicht auch gut, daß…

dieses tribunal wird die welt nicht verändern, aber einmal mehr ist es eine antwort auf das ewige: „das hab ich nicht gewußt“. aber wenn es die welt nicht ändert, warum der auffriß. nur damit wir alle anderen uns mal wieder gepflegt zielgerichtet über den kapitalismus aufregen können, schön imaginär und von uns auf jeden fall nicht zu beeinflussen?

nein, ich will keine revolution, mir fällt grad kein beispiel ein, wo sowas zum guten geführt hat (aber nur her mit den beispielen ;-)). vielleicht läßt sich ja von dem bekanntten zitat ‚jedes volk hat die regierung, die es verdient‘ ableiten: jeder mensch hat die gesellschaft, die er verdient. und verdienen ist element des kapitalismus, das können wir, also warum nicht so weiter machen, wie bisher und überlegen, was wir verdienen:

marx sagt, das herausragende kennzeichen des kapitalismus ist die maßlosigkeit. und hier setzt unser aller hebel an. hören wir auf mit der maßlosigkeit.

puh, ich hab jetzt mal ‚gegensatz maßlosigkeit‘ gegoogelt, das ist ein downer:

http://gegensatz-von.com/ma%C3%9Flosigkeit.html

da gibt es kaum einen positiven begriff, also meines geschmacks nach, ich will auch keine gesellschaft, die zum lachen in den keller geht. aber muß es wirklich immer sein, immer alles noch schneller, noch stylischer, noch mehr leistung zu haben, muß man wirklich immer das haben, was der nachbar hat, wie es die werbung uns allgegenwertig vermittelt? sind wir wirklich nur halbe menschen, wenn das handy zwei jahre alt ist, oder im nachbargarten ein neue schöne sitzgarnitur steht und bei uns nicht?

ich glaube, hier kann man was machen!

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