puh, da haben wir aber glück gehabt, was?! kein rechter präsident in österreich – und damit eine bestätigung des ersten wahlergebnisses; hätt man sich all das schöne geld sparen können, aber so ist sie nun mal, die demokratie.

die wahl in österreich und auch das italienische referendum setzen einen unschönen trend fort. wie schon bei der brexitdebatte und der us-wahl ist auch bei den jüngsten entscheidungen der respekt sehr auf der strecke geblieben. es ist augenfällig, dass es in all diesen wahlen zu sehr knappen ergebnissen kam: immer war die jeweilige nation zweigeteilt, um noch deutlicher zu werden: gespalten. die kandidaten haben sich unversöhnlich gegensätzlich gegeben, immer mit blick auf das wahlergebnis – und keiner scheint darüber hinaus zu schauen. ich halte den schaden, den so ein wahlkampfverhalten verursacht, für nicht kalkulierbar.

und ist es wirklich nötig, den gegenkandidaten klein zu machen, zu beschimpfen und zu verunglimpfen? ich finde das keine positive vorbildwirkung. ich will nicht, dass meine wahl darin besteht, welche schäbbigkeit mir mehr zusagt. und wie soll man hinterher in die versöhnung finden?

kritiklose kuschelei ist sicher nicht das ziel, aber kritik nahe an polemik behagt mir auch nicht. leider zeichnet sich da grad sahra wagenknecht aus. ich find sie eigentlich sehr cool, aber die äußerungen, die ich von ihr in letzter zeit mitbekommen hab, nerven – und werden ihr selbst nicht gerecht.

dieser art der wahldebatten wünsch ich mir auf jeden fall nicht fürs nächste jahr!

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