ich ging optimistisch ins neue jahr und sehe morgens die nachrichten. zweigespalten wie so oft in letzter zeit bin ich entsetzt und bleibe optimistisch. denn es geht mir gut, auch wenn es zeitgleich vielen nicht gut geht. deshalb bin ich berechtigt optimistisch, während für andere grad die welt unter geht oder das leben vorbei ist. müsste eigentlich unerträglich sein, ist es aber nicht, denn es geht mir gut und ich bin zuversichtlich, dass 2017 ein gutes jahr wird.

ich kann mich ohne probleme zeitgleich darüber aufregen, dass ein minister neue namen für vegetarische nahrungsmittel verlangt (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/agrarminister-christian-schmidt-kennzeichnung-vegetarische-produkte),

mich wundern, was denn nun wirklich mit dem zu unrecht festgehaltenen pakistaner passierte (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/berliner-polizei-zu-vorwuerfen-kein-mensch-hat-ihn-geschlagen-oder-misshandelt-14597814.html ),

mit entsetzen an die menschen denken, die vor kurzen noch die befreiung ihrer stadt palmyra gefeiert haben und jetzt erneut alleingelassen den schlächtern ausgesetzt sind – und weil die baudenkmäler schon zerstört sind, schaut kaum jemand genauer hin –  (http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/syrien-palmyra-islamischer-staat-einmarschiert ,       http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/syrien-palmyra-krieg-islamischer-staat),

und trotzdem optimistisch sein, dass das neue ein gutes jahr wird.

ich frag mich die ganze zeit, wie ich mir früher eigentlich vorgestellt hab, wie heute sein würde. ich weiß es nicht, kann mich nicht erinnern – hatte ich gar keine vorstellung, weil man so weit nicht blickt? irgendwie war immer alles weit weg – und das ist heute für mich nur wenig anders. gleichzeitig ist alles so nah wie nie zuvor, auch für mich. es wird immer von parallelgesellschaft geredet – ich hab jeden tag ein parallelblick und parallelempfinden, sehe das fatale und trippel fröhlich durch den tag – verdränge nicht und bin total optimistisch.

vielleicht liegt es ja daran, dass ich wider besseren wissens an das gute glaube – und das gute wünsche ich Euch allemal fürs neue jahr!

 

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